Das Wort des Lebens

> Die Botschaft vom Kreuz (20) Die letzten siebe Worte Jesu am Kreuz (4)

Datum 2018-04-22 Manmin-Nachrichten No. 30 PDF Zählung 167
Nachrichten„Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Und als er dies gesagt hatte, verschied er“ (Lukas 23,46).


Kurz bevor Er am Kreuz Seinen letzten Atemzug tat, sprach Jesus Worte der Liebe. Sie werden als die letzten sieben Worte am Kreuz bezeichnet. Heute schauen wir uns das siebte und letzte Wort Jesu an, das Er uns vom Kreuz aus zurief.



1. Der Grund, warum Jesus laut „Vater“ rief

Zum einen tat Er es, damit die Leute auf der Erde Seine letzten Worte hören konnten, aber auch, weil Gott will, dass wir im Gebet laut zu Ihm rufen.

Wir lesen in Seinem Wort beispielsweise in Jeremia 33,2: „Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst.“ In der gesamten Bibel sagt uns Gott, dass wir im Gebet zu Ihm rufen sollen, wie zum Beispiel in 4. Mose 12,13; 2. Chronik 32,20; Psalm 57,2; Markus 10,47; Johannes 11,43; Apostelgeschichte 4,24 und 7,59.

Jesus betete kurz vor Seiner Festnahme auf Gethsemane so intensiv, dass Sein Schweiß wie große Blutstropfen auf die Erde herabfiel. Mediziner sagen, dass wenn jemand unter extrem viel Stress steht oder sich extrem anstrengt, seine Kapillaren platzen, so dass er gleichzeitig blutet und schwitzt. Für ihn fühlt es sich dann an, als würde er Blut schwitzen. Dass Jesus nachts im israelischen Klima beim Beten so intensiv geschwitzt hat, dass Blut floss, deutet darauf hin, wie ernsthaft und eindringlich Er gebetet haben muss.



2. Der Grund, warum Jesus sagte: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“

1) Jesus bezeugt die Unsterblichkeit des menschlichen Geistes

Der Mensch besteht aus Geist, Seele und Leib. Wenn sein Leben zu Ende geht, wird der Leib wieder zu Staub, denn er war lediglich das Gefäß für Geist und Seele. Da der Geist ewig lebt und unsterblich ist, geht er nie verloren. Adams Geist entstand, nachdem er geschaffen wurde, als Gott ihm den Lebensodem einhauchte (1. Mose 2,7). Gott füllte Adams Geist mit geistlichem Wissen, also mit der Wahrheit.

Mit „Seele“ werden alle Funktionen bezeichnet, die es einem Menschen gestatten, Informationen im Gehirn zu speichern und sich an gewissen Dinge zu erinnern, an sie zu denken, sie mit Gefühlen zu assoziieren und dieses Wissen entsprechend anzuwenden oder darauf zu reagieren. Ursprünglich wurde Adam durch seinen Geist geleitet, welcher seine Seele und seinen Leib kontrollierte. Da sein Geist mit der Wahrheit erfüllt war, agierten Seele und Leib, die seinem Geist gehorchten, auch in der Wahrheit. Doch als Adam gegen Gott sündigte, als er vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen aß, starb sein Geist. Mit dem „Tod des Geistes“ ist gemeint, dass das Kommunizieren mit Gott gestört war und sein Geist seinen Pflichten nicht mehr nachkommen konnte.

Wenn der Geist, also der „Herrscher“ des Menschen, stirb und aufhört zu funktionieren, übernimmt die Seele die Rolle des Herrschers und beginnt, den Leib zu regieren. Die Seele ist dabei dem Wirken des Feindes unterworfen und fängt an, Unwahres als Wahrheit zu akzeptieren. In dem Maße, wie das Herz mit Unwahrheiten gefüllt wird, wird die von Gott ursprünglich eingesetzte Wahrheit durch Unwahrheiten ersetzt. Schließlich ist das Herz voller Hass, Wut und Selbstsüchtigkeit. Allerdings bedeutet die Tatsache, dass jemandes Geist nicht mehr funktioniert, nicht, dass sich sein Geist aufgelöst hätte. Der Geist des Menschen entstand aus dem Lebensodem, den der ewige, unsterbliche Gott ihm eingehaucht hat. Er kann also nie vergehen.

Was geschieht mit der Seele, wenn der Leib stirbt? Damit ein Mensch funktionieren kann, braucht er ein Gehirn. Durch seine Gehirnzellen ist er in der Lage, zu denken und Dinge im Gedächtnis zu behalten. Wenn das physische Leben von Tieren (die keinen Geist haben) zu Ende geht, verschwindet auch das Gedächtnis im Gehirn des Tieres. Seele und Leib sterben und gehen ins Nichts zurück. Dagegen werden die Funktionen der Seele der Menschen (die einen Geist haben) ins „Herz“ übertragen und dort gespeichert. Anstatt zu vergehen, existiert die Seele zusammen mit dem Geist ewig weiter, denn die Attribute der Seele werden in den Geist übertragen.

Aus diesem Grund sagte der Herr: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“ Wenn jemand das Evangelium hört und Jesus Christus annimmt, empfängt er den Heiligen Geist und sein Geist, der bis dahin „tot“ war, wird wiederbelebt. Über jemanden, dessen Geist wiederbelebt und dessen Herz mit der Wahrheit erfüllt wurde, können wir sagen, dass es seiner Seele gut geht. In dem Maße, wie es jemandes Seele gut geht – also in dem Maße, wie sein Herz mit der Wahrheit füllt – wird es ihm in allen Bereichen seines Lebens gut gehen und er wird sich guter Gesundheit erfreuen (3. Johannes 1,2).

Jesus sagt uns in Johannes 3,5: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen.“ Wenn Leute, die aus Wasser und Geist wiedergeboren sind – wenn ihr Geist also wiederbelebt wurde – kommen sie eines Tages in den Himmel. Nicht in den Himmel kommen dagegen diejenigen, die nicht wiederbelebt wurden, deren Herzen nicht durch die Wahrheit verwandelt und die nicht von Unglauben oder Zweifel an Jesus Christus befreit wurden. Der Ort, der für solche Menschen vorbereitet wurde, ist die Hölle.

2) Jesus bezeugt, dass Er alles gemäß der Vorsehung Gottes gehorsam getan und erfüllt hat

Dass Jesus am Kreuz betete: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“, zeugt davon, wie Er Gottes Vorsehung in allen Bereichen gehorcht und erfüllt hat. Jesus kam in die Welt, wurde ans Kreuz geschlagen und stand von den Toten auf, nicht, weil Er das geplant und gemäß Seinem eigenen Willen ausgeführt hätte, sondern weil Er sich dabei ganz und gar dem Willen Gottes richtete, der über Leben, Tod, Fluch und Segen sowie über die gesamte Geschichte der Menschheit herrscht (Johannes 4,34).

Wir beten im Namen Jesu Christi. Doch derjenige, der die Gebet erhört, ist Gott. Jesus sagte in Matthäus 10,29-31: „Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze verkauft? Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater. Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. Fürchtet euch nun nicht! Ihr seid wertvoller als viele Sperlinge.“

Wenn du die geistliche Bedeutung dieser Gewissheit des Herrn wirklich erforschst und in dein Herz fallen lässt, kannst auch du alles in Gottes Hände legen. Gott erinnert uns, dass kein Sperling ohne unseren Vater auf die Erde fällt und dass „selbst die Haare des Hauptes alle gezählt“ sind. Wenn wir uns entscheiden, Ihm im Glauben beim Wort zu nehmen, gibt es nichts, was wir im Gebet nicht empfangen können, egal, ob es sich um gesundheitliche Probleme handelt oder Segnungen am Arbeitsplatz beziehungsweise im eigenen Unternehmen oder ob wir Gottes Reich erfolgreich bauen.

Jesus existierte als Gott. Er war und ist eins mit Ihm. Deshalb trachtete Er danach, den Willen Gottes zu tun und vertraute Ihm alles an. Auch für uns gilt es, unser Vertrauen nicht auf andere Menschen zu setzen. Möge jeder von euch seine Augen auf Gott allein richten, möget ihr Sein übernatürliches Wirken immer wieder erleben und Ihn in allen Bereichen ehren.

Liebe Brüder und Schwestern in Christus, denkt immer an die „Sieben letzten Worte Jesu am Kreuz.“ Begreift das Herz Jesu, dar bei all dem Leiden am Kreuz laut rief. Erfüllt Gottes Willen vollkommen. Ich bete im Namen des Herrn Jesus, dass während ihr euch nach Demjenigen sehnt, der bald für uns zurückkehrt, ein jeder von euch an jenem Tag die Krone des Lebens empfangen wird.